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| SBH-Jahresversammlung 2003 Nach dem Apéro, dem Mittagessen und nach einer musikalischen Einführung durch die Pianistin Neringa Balnyte trug am 18.1.2003 Axel C. Scherrer-Rychen aus Münchenstein in gewohnt zügigem Stil den Jahresbericht des Präsidenten des Schweizerisch- Baltischen Hilfskomitees (SBH) vor zahlreich erschienenem Publikum vor. Im Berichtsjahr konnten durch die logistische Unterstützung des SBH insgesamt 14 Hilfstransporte in die baltischen Staaten durchgeführt werden: so gingen unter anderem zwei gebrauchte Röntengeräte nach Klaipeda/Memel (Litauen), Bettwäsche, Gebärbetten und Wärmelampen erhielt ein Spital in Rezekne (Lettland), PC-Anlagen wurden nach Aizpute (Lettland) geschickt, weitere Hilfsgüter konnten auch nach Kuldiga/Goldingen und Daugavpils/Dünaburg ebenfalls in Lettland transportiert. Winterschuhe konnte ein Waisenhaus in Estland in Empfang nehmen, und der bereits bestehende Schweizer Lesesaal in Riga wurde mit einer Reihe von gebrauchten Bücher aus der Schweiz angereichert, usw. Gemäss des Berichts des Schatzmeisters Dr. Constantin von Weymarn waren im letzten Jahr weniger Spendeneingänge zu verzeichnen. Auffallend war der Umstand, dass mehr kleinere als mittlere Summen gespendet wurden. Das SBH drückt allen Spendern seinen herzlichen Dank aus. Zum Schluss kündigte der Präsident einige interessante Veranstaltungen an, die im Jahr 2003 vorgesehen sind (bitte beachten Sie die Seite "Termine 2003"). An der Jahresversammlung zugegen waren verschiedene Persönlichkeiten aus der "baltischen Szene", auch der Botschafter Estlands, Dr. Mart Laanemäe, der erneut aus Wien angereist war.
Ulla Lachauer, Schiftstellerin, Journalistin und Filmproduzentin Der diesjährige Ehrengast hiess Ulla Lachauer. Diese freischaffende Journalistin, Buchautorin und Filmproduzentin aus Mannheim dürfte mit ihren einmaligen Recherchen zur Geschichte Ostpreussens und des Memellandes dem einschlägigen Publikum bereits bestens vertraut sein. Frau Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen, studierte Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Giessen und Berlin. Neben Texten und Filmen zu Ostpreussen und zum Baltikum publizierte Frau Lachauer auch Reportagen, die sie in Russland, der Ukraine und Kasachstan aufgenommen hatte. Während die meisten Bücher Lachauers im Rowohlt-Verlag erschienen sind, wurden ihre Filme vor allem im WDR ausgestrahlt. Besonders am Herzen liegt der Autorin die Lebensgeschichte der ostpreussischen Bäuerin Lena Grigoleit in Bittehnen im ehem. Memelland, das heute zu Litauen gehört. Mit dieser eigentlich gewöhnlichen Memelländerin verband Lachauer eine ungewöhnliche Freundschaft. Die Biographie Grigoleits ist durch die einfühlsame Beschreibung Lachauers sozusagen zum Beststeller avanciert. So war auch ihre SBH-Lesung dieser 1995 verstorbenen Frau gewidmet. Eine Stunde lang las Ulla Lachauer aus ihrem feinen Text "Paradiesstrasse" vor, wobei sie die einzelnen Teile mit einem kurzen historischen Kommentar miteinander verband. Die wichtigsten Buchtitel von Ulla Lachauer heissen: Zwei Websites zum Memelland |
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